Ich kann unserem Psycho da nur beipflichten.
Auch ich hätte mich lange im Vorfeld aus der Menschenschlange verabschiedet. Nicht weil ich mit der absoluten Weisheit gesegnet bin sondern weil mir der gesunde Menschenverstand sagt, das wenn ich 3 Stunden brauche um auf das Eventgelände zu kommen ich noch einmal mindestens genauso lange brauche um wieder herunter zu kommen.
Das wäre mir entschieden zu lange gewesen. Man braucht schon eine gute Kondition um so eine lange Zeit durch zu stehen. Einige hatten sich da wohl selbst überfordert und mußten aus einer Gefahrensituation gerettet werden. Eine Situation wie sie bei jedem Großevent geschieht und problemlos gemeistert wird.
Es ist also üblich und vollkommen richtig die Schwachen aus dem Kessel zu holen. In DU war es aber so das auch die Starken mit erhöhter Aggression ausbrechen wollten.
Sind jetzt die Besucher selbst schuld?
Eindeutig NEIN!
Woher kam denn die von den Teilnehmern geschilderte Aggression, die einer Loveparade unwürdig war?
Mangelnder Respekt vor den Ordnern, die in zu geringer Zahl vor Ort waren und das eigene Sicherheitskonzept nicht erfüllen konnten. Viel zu spät erkannten sie ihr Unvermögen und riefen die Polizei.
Der Zuweg zum Festgelände war zu schwer und zu zeitaufwändig.
Man mag sich gar nicht vorstellen was passiert wäre wenn die Zuschauer alle auf das Gelände gelangt wären und an diesem Tag eine Temperatur von 35° geherrscht hätte. Wer hätte die ganzen Umfaller aus dem Gefahrengebiet geholt wenn auch die Rettungswege viel zu schmal waren? Wurde uns an diesem Tag eine noch weitaus größere Katastrophe erspart?
Was lernen wir aus dieser Erfahrung? Soll man in Zukunft auf solche Super-Events verzichten?
Ich denke NEIN!
Großveranstaltungen sind Meilensteine im Leben. Noch heute reden alle von Woodstock, wo es ebenfalls chaotisch zuging. Wir müssen uns aber darüber klar sein das auch bei noch so guter Organisation ein gewisses Restrisiko nicht zu vermeiden ist.

Ich sag nix mehr 





