Schweinepest in Haltern Lavesum??? 72 tote Tiere

  • Angst in Haltern vor der Schweinepest: 72 Tiere eines Lavesumer Bauern sind tot
    Noch ist es nur ein Verdacht, aber wenn tatsächlich die Schweinepest 72 Tiere eines Lavesumer Bauern getötet hat, wären die Folgen äußerst schwerwiegend.


    Diese mögliche Tragweite veranlasste Landrat Jochen Welt, noch am Donnerstagabend nach Lavesum zu fahren, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Gemeinsam mit dem Kreis-Ordnungsdezernenten Klaus-Dieter Kretschmann – er leitet den Krisenstab – und Kreis-Veterinär Dr. Siegfried Gerwerth informierte er anschließend die Presse.


    Eine alarmierende Häufung von Todesfällen in seinem Stall veranlasste den Bauern, das Kreis-Veterinäramt zu benachrichtigen. Bis gestern Abend war fast ein Viertel des Bestandes von 329 Tieren gestorben. Eine Tatsache, die beim Veterinäramt höchste Alarmbereitschaft auslöste. Sollte die Schweinepest die Ursache sein, müsste sofort ein Sperrbezirk von drei Kilometern rund um den betroffenen Hof eingerichtet werden. Innerhalb dieses Kreises müssten alle Tiere getötet werden. Ein Umkreis von zehn Kilometern würde zur Beobachtungszone erklärt.


    Kontaktsperre


    Bisher ist nur der Hof an der Rekener Straße mit einer Kontaktsperre belegt worden, aber alle Vorbereitungen für weiter gehende Maßnahmen sind getroffen. Die notwendigen Verordnungen liegen unterschriftsreif auf dem Schreibtisch des Landrates.


    Welt hofft, dass er die Papiere nie unterschreiben muss, und dafür sprechen einige Anzeichen. Dr. Gerwerth wies darauf hin, dass es seit langem keinen einzigen Fall von Schweinepest in Nordrhein-Westfalen gegeben habe. Vor vier Wochen sei das Virus bei einem Wildschwein im Kreis Euskirchen nachgewiesen worden – mehr als 200 Kilometer entfernt. "Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass sich ein Tier aus Euskirchen nach Lavesum verirrt hat", erklärte der Veterinär.


    Rinder-Krankheit


    Dr. Gerwerth hat einen anderen Verdacht. Bei dem betroffenen Hof handelt es sich um einen Mischbetrieb, wo Schweine und Rinder gehalten werden. Es sei möglich, dass die bei Rindern bekannte Infektionskrankheit BVD (Bovine Virus-Diarrhöe) auf die Schweine übergesprungen sei. Die Rinder auf dem Hof könnten Träger dieses Erregers sein, ohne selbst daran zu erkranken.


    Das Staatliche Veterinär-Untersuchungsamt in Münster hat bisher keine Hinweise auf Schweinepest gefunden. "Es gibt keinen Grund für eine Panik", versucht Klaus-Dieter Kretschmann zu beruhigen. Er hofft, dass im Laufe des heutigen Tages Entwarnung gegeben werden kann. Wenn die Schweinepest ausgeschlossen sei, könne es noch einige Tage dauern, bis feststeht, woran die Tiere gestorben sind.


    Zur Info: Schweinepest


    Die Schweinepest ist eine ansteckende, meldepflichtige Seuche. Das Virus kann Haus- und Wildschweine befallen. Menschen können nicht infiziert werden. Selbst der Verzehr von befallenem Schweinfleisch ist nicht gefährlich. Hauptüberträger sind Schweine, die den Erreger bereits ausscheiden, bevor sie Krankheitserscheinungen zeigen. Von der Aufnahme des Erregers bis zum Auftreten erster Krankheitserscheinungen vergehen in der Regel drei bis acht Tage. Laut Dr. Gerwerth vom Kreis-Veterinäramt gibt es kein typisches Krankheitsbild, das sicher auf die Schweinepest hindeutet. Ein zuverlässiges Ergebnis ist erst durch die Bluttests zu erwarten


    Quelle: westline.de

  • SCHWEINEPEST IN HALTERN BESTÄTIGT !! VORKEHRUNGSMASSNAHMEN LAUFEN AN !! SPERRBEZIRKE WERDEN EINGERICHTET !! 3.2.06


    Der Tod der 72 Schweine auf einem Bauernhof in Haltern ist auf die Schweinepest zurückzuführen. Das bestätigte am Mittag ein Sprecher des Ministeriums für Umwelt -Natur und Landwirtschaft in Düsseldorf. Zur Zeit laufen in der betroffenen Region um Lavesum die Vorkehrungsmassnahmen an. Das THW ist eingesetzt um Sperrbezirke einzurichten. Vorbereitungen zur Keulung der noch lebenden Schweine laufen an. In Deutschland waren zur Zeit nur Wilsdschweine im Kreis Euskirchen an der Pest erkrankt. Wie der Virus nach Haltern kam ist unklar. Gefahr für Menschen besteht durch die Schweinepest nicht.


    BIS IN DIE NACHT WURDE GEKEULT !! SCHLEUSEN STEHEN !! KAMPF GEGEN DIE SCHWEINEPEST LÄUFT IN HALTERN !! 4.3.06


    Feuerwehren und das THW waren die gesamte Nacht im Sperrbezirk rund um die infizierten Höfe in Haltern im Einsatz. Bis in die Nacht fuhren Lkw die toten Schweine zur Entsorgung von den Höfen. Jedes Fahrzeug wurde beim Durchfahren der Sicherheitsschleusen desinfiziert. Etwa 1300 Schweine sollen bereits gekeult worden sein.


    Quelle: <!-- w --><a class="postlink" href="http://www.wiebold.tv">http://www.wiebold.tv</a><!-- w -->

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