• Es gibt eine Studie über >>>SCHICHTARBEIT<<<.


    Wie arbeitet ihr? Von Montags bis Freitags und seid dann froh, Wochenende zu haben? Oder im Schichtdienst und genießt dadurch andere Vorzüge?
    Wie zufrieden seid ihr damit? Wie kommt ihr damit klar? Wo seht ihr bei Euch die Vor- und Nachteile?


    Klar, ich mach Schichtdienst. Früher waren es mal 24 Stunden und 2 Tage frei....mittlerweile arbeite ich 12 Stunden tagsüber, 12 Stunden nachts und habe dann 2 Tage frei. Ich habe aber auch schon mal von Montags bis Freitags nur tagsüber gearbeitet und hatte dann jedes WE und jeden Feiertag frei.


    Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Aber eigentlich bin ich so ganz zufrieden. Von MO-FR immer zu gleichen Uhrzeiten arbeiten zu müssen wäre mir zu langweilig. Da machte ich dann auch die Erfahrung, dass ich ab Donnerstags richtig kaputt war, Freitagabends dann nix mehr ging und ich auch das ganze WE brauchte, um mich halbwegs zu erholen. Da machte es auch keinen Spaß mehr, irgendwas am WE zu unternehmen.


    Der Schichtdienst....naja.....der eine oder andere mag es so sehen, dass arbeiten nachts, an Wochenenden oder Feiertagen scheiße ist. Ja...."alle" haben frei, man selber geht arbeiten. Andere feiern Weihnachten, man ist auf der Arbeit. Da habe ich zumindest das Glück, dass mir solche Tage sehr, sehr gut bezahlt werden. Da wäre ich schon fast bekloppt, wenn ich da freiwillig frei machen würde. Nein, nicht fast. Ich wäre bekloppt, wenn ich da arbeiten müsste aber mir dann frei nehme.


    Komischerweise bin ich insgesamt gesehen ausgeruhter im Schichtdienst. Weil, wenn ich oft frei habe, ist keine Sau da. Ich kann lange schlafen, rumpimmeln....mich halt richtig ausruhen. An "normalen" Wochenenden....wenn dann alle zusammen frei haben, ist es oft anstrengend. Dann muss die Wohnung gemacht werden, der Einkauf etc.! Wir verteilen dass jetzt alles besser und meistens wird hier zuhause da auch sehr viel Rücksicht auf mich genommen.


    Natürlich hat man ab und an Erledigungen zu machen, wo man dann halt nicht nichts tun kann. Ich schaue aber immer, z.B. vor einer Nachtschicht, dat ich ab 14 / 15 Uhr nochmal 3-4 Stunden auf die Couch gehe.


    Also, insgesamt gesehen:


    Vorteile: Wirkliche Ruhephasen, weil niemand da ist.....gute Bezahlungen für Nachtschichten, Sonntage und vor allem Feiertage....abwechselungsreicher....komischerweise mehr Zeit um mal Dinge zu machen, wo man vielleicht sonst auf andere Rücksicht nehmen muss. Überlegt mal....ihr zockt gerne an der Konsole...nur als Beispiel....ihr geht von Montags bis Freitags arbeiten....euer Partner auch....ihr seid immer zur gleichen Zeit zuhause....da will der partner doch was von euch...und es gibt genug zu tun. So habe ich mehr Zeit für meine Dinge, die ich nicht unbedingt machen möchte oder machen kann, wenn alle zuhause sind. Im Sommer ist es am meisten toll. Man kommt von der Nachtschicht nach Hause....man geht ins Schwimmbad, pennt in der Sonne...es ist herrlich ruhig. Vor der Nachtschicht kann man was unternehmen, wie schwimmen gehen etc., wo andere in ihren Büros sitzen.


    Ich sehe es ab und an auch als Vorteil an, dass man sich nicht viel sieht. So freut man sich wirklich auf die viel weniger gemeinsamen Tage und Unternehmungen. Es wird nichts schnell normal oder selbstverständlich.


    Nachteile: Man ist oft aus dem "normalen" Leben raus. Gerade an den Wochenenden, wenn Partys anstehen, Unternehmungen etc.! Man hat nicht sehr viel Zeit, sich um soziale Kontakte zu kümmern. Nein anders...sie ausreichend und richtig zu pflegen. Viele Termine und Veranstaltungen finden ohne einen statt. Man (muss) schläft, wenn andere wach sind. Man muss IMMER den Schichtplan zur Hand haben um zu planen. Es geht ja nicht nur um frei haben, sondern auch darum, dass man gucken muss, wie man davor und / oder danach arbeiten muss. Den Schichtdienst braucht eine gewisse Vorbereitung oder Nachbereitung. Mir fällt mittlerweile auch auf, dass einem andere VERPFLICHTUNGEN immer schwerer fallen. Ich schreibe ja ab und an für einen Fußballverein und für die Zeitung....das wird immer öfter sehr hart, weil es oft auf Termin ist....nach einer kack Nachtschicht wach zu bleiben und es zu machen ist genauso kacke wie vielleicht eine der wichtigen Ruhestunden vor einer Nachtschicht das zu machen. Nach einem 12-Stunden-Tagdienst mache ich z.B. abends auch zu 99% gar nix mehr, weil man dann einfach kaputt ist und dann mal wenigstens noch 1-3 Stunden mit der Familie verbringen kann, bis man ins Bett geht.


    Wie gesagt, ich kann mir nix anderes vorstellen und ich empfinde es für mich auch so, dass ich "frischer" insgesamt damit bin. Die Arbeit von MO-FR habe ich als viel anstrengender empfunden. Natürlich muss man sein Leben danach auch ein- und umstellen...sonst ist man schnell hinüber. Aber das weiß man in der Regel schon bei der Auswahl seines Jobs, was da auf ihn zukommt. Wenn ich der absolute Partybär wäre, wäre Schichtdienst z.B. kaum zu machen bzw. wäre man dann ganz schnell hinüber.


    Ich glaube, dass Sandra es ab und an auch genießt, wenn ich zum Nachtdienst gehe. Dann kann sie auf der ganzen Couch rumlümmeln, im Fernsehen gucken, was sie möchte, heimlich im Wohnzimmer rauchen und sie braucht keine Angst haben, dass ich ihre Schokolade wegesse. Sie hat dann einfach viel Zeit für sich. Ab und an verflucht sie es auch...keine Frage. Aber ich sehe z.B. bei ihr, wie sie ab donnerstags einfach kaputt ist. Freitagabends schläft sie immer ganz schnell ein...und das ganze WE kommt sie schwer aus dem Quark....und wenn sie gerade richtig fit wird, steht der Montag wieder an. Oft fehlt ihr auch die Motivation am WE mal irgendwas zu unternehmen...verständlich...weil sie kaputt ist und Kraft tanken muss. Wenn es bei mir soweit ist, ist ja oft niemand da......wenn ich frei habe....dat empfinde ich als Vorteil. Und wie gesagt....wenn man dann mal zusammen frei hat, dann freut man sich, wenn man zum Fußball gehen kann, mal bummelt oder was anderes macht.

  • Ich mache momentan ganz normal Tagschicht von Mo- Fr jeweils 7,5 Stunden. Wenn ich meine zweite Ausbildung fertig habe, hoffe ich natürlich das ich auf Wechselschicht kommt. Das heißt dann alle 2 Tage 12 Stunden arbeiten. Für mich gibt es dann nichts besseres.

    Isst du abends Zwiebelbrot, sind morgens im Zimmer die Fliegen tot.

  • Ich bin MO bis DO quasi immer um 6.30Uhr aus dem Haus und komme meist abends zwischen 18 und 19 Uhr zurück. Dann habe ich immer noch etwas Arbeit am Rechner vor mir. Meist ca. eine Stunde. Dafür habe ich dann Freitags "Homeoffice". Ich muss da schon erreichbar sein, telefonieren und auch einiges an adminsitrativem Zeugs machen. Da haue ich meist aber ziemlich rein, so dass ich ab Mittag damit durch bin und nur noch bis 16.30/17Uhr erreichbar sein muss. Aber da kommt i.d.R. nichts mehr rein. Da bin ich dann schon im Wochenende. Am WE bleibt das Diensthandy und der Laptop aus. Ruhe, abschalten und Gedanken weg vom Job.
    Die vier Tage sind lang, oft intensiv und dementsprechend auch kräftezehrend. Aber es macht mir Spaß! Und der Außendienst hat halt doch den Vorteil, dass man seine Freiheiten genießt. Letzte Woche war ich im Münsterland unterwegs und ein Termin dauerte kürzer als geplant, so dass ne Stunde "Luft" war. Also habe ich mir mal das Factory Outlet in Ochtrup angesehen und war shoppen. An anderen Tagen nutze ich solche Pausen um zum Frisör zu gehen, schonmal den Einkauf unverderblicher Lebensmittel zu erledigen (die dann halt im Kofferraum noch bis Abends mitfahren), etc. War anfangs "anders", aber ich habe mich sehr gut damit arrangiert. Hinzu kommt eine wirklich gute Bezahlung, so dass mich auch ein gewisser, absolut nicht abstreitbarer Zeitaufwand unterm Strich nicht stört.

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