Beiträge von Schamane

    Die ÖVP ist im Grunde ja das österreichische Pendant zur CDU. Und ich gehe auch davon aus, dass Kurz bei den anstehenden Wahlen gestärkt werden wird. Die Frage ist, mit wem koaliert er dann. Das hängt von den Ergebnissen der anderen ab, aber die FPÖ wird es nicht werden, da lege ich mich fest.

    Und ist die Arbeit dann genauso erfolgreich oder segensreich für das Volk wie unter der ÖVP-FPÖ-Koalition. Ich würde erstmal sagen: ja.


    Und um den Bogen hier zu Deutschland zu schlagen: man kann nicht sagen, dass die große Koalition in vielen Bereichen nicht gut zumindest ordentlich gearbeitet hätte, auch in Bezug zu den Punkten, die für Österreich genannt wurden.

    Nun ja, ganz Amerika und Australien und Teile Afrikas waren auch nicht christlich, aber das nur ganz kurz erwähnt.


    Du kannst das österrreichische System doch nicht bei Entscheidungen 1:1 mit dem deutschen vergleichen. Weder bei den Steuern noch bei Sozialkassen.


    Und wenn du die Erfolgspunkte aufzählst, dann gilt für Deutschland:

    - Verbot der Vielehe bei Einbürgerungen im Mai im Bundesrat beschlossen, generelles Verbot wird von Seehofer in den Bundestag eingebracht werden

    - gesunkene Asylanträge in welchem Zeitraum? In Deutschland 2018 gut 10% unter 2014, habe hier extra ein Jahr vor der Krise genommen als Vergleich, für 2019 wird ein weiterer Rückgang erwartet.

    - Die Abschiebungen im Vergleich zu 2014 mehr als verdoppelt

    - Die Zahl der Zurückweisungen an der Grenze mehr als verdreifacht seit 2014

    - Erhöhung der Mindeststrafe bei Vergewaltigung von 1 auf 2 Jahre - in Deutschland sind es schon lange 2 Jahre

    - Steuersenkung in Österreich: Zum einen muss man wissen, dass Österreich steuertechnisch in der Belastung bisher bei ungefähr 42% (Fiskalquote insgesamt gemessen am BIP) liegt, während Deutschland bei 40% liegt. Jetzt werden zwar die Steuern gesenkt, gleichzeitig wird aber in Österreich eine Digitalsteuer eingeführt, die wahrscheinlich auf die Konsumenten abgewälzt wird.

    - keine neuen Schulden in Österreich: wird nur dauerhaft gelingen, wenn das Wirtschaftswachstum mindestens 1,6% beträgt. Und die schwarze Null in Deutschland gibt es schon ein paar Jahre länger. Bei Bund, Ländern, Gemeinden und den Sozialkassen

    - Die Mindestpension in Österreich betrifft gerade mal 40.000 Menschen. Auch in einem kleinen Land wie Österreich ist das sicher nicht das Instrument, um Altersarmut wirksam zu bekämpfen. Und auch in Deutschland wird es eine Grundrente geben für Langzeiteinzahler. Ob ohne Bedürftigkeitsprüfung wie von der SPD gefordert oder mit, wie von der Union, bleibt abzuwarten.

    - bessere Ausrüstung für Polizeibeamte: alleine in NRW wurde das Budget dafür 2019 um 170 Mio Euro aufgestockt und 2300 zusätzliche Stellen geschaffen

    - Der sogenannte AVAB (Alleinverdienerabsetzbetrag) in Österreich beträgt 494€. In Deutschland lag der Kinderfreibetrag 2018 bei 7.428€.

    Die Kinderbeihilfe in Österreich liegt für Kinder bis 3 Jahren bei 114€ und steigt dann an, für über 19 Jährige liegt der Satz bei 165,10€. Das Kindergeld in Deutschland liegt ab dem 01.07.2019 bei 204 Euro. 2015 waren es noch 188€.

    - Die Schuldenquote in Österreich gemessen am BIP liegt bei 78,3%, in Deutschland bei 63,9%. Nach 81% in 2010.

    - Die Arbeitslosenquote in Österreich lag im Februar bei 5%, nach 4,6% im November 2018 übrigens. In Deutschland lag sie im Februar bei 3,1%. Seit November 2010 wurde sie mehr als halbiert. Zum Vergleich: In Österreich lag sie zu dem Zeitpunkt bei 4,5%.

    - Senkung der Sozialversicherungen von 21 auf 5 in Österreich. Deutschland hat schon seit Jahrzehnten 5.


    Also, ich sehe jetzt nur zwei Möglichkeiten. Entweder überlegst du es dir noch mal gut mit dem auswandern nach Österreich oder du bleibst direkt hier, weil wir in den meisten Bereichen nicht schlechter dastehen als unsere Nachbarn.

    Das heißt, du profitierst von etwas (CDU), würdest diese aber nicht wählen? Ich glaube, das werden viele nicht nachvollziehen können.

    Wenn ich da falsch liege, dürfen mich andere gerne berichtigen.

    Ich denke, aufgrund der 5%-Hürde wird es kein deutlich größeres bzw. aus mehr Fraktionen bestehendes Parlament dadurch geben. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass bei den "sonstigen Parteien" durchaus noch etwas dabei ist, dass Potential für 5% hat. Sei es im Bund oder in einzelnen Ländern. Ein Beispiel sind ja die freien Wähler in Bayern.

    Ich bin da echt zwiespältig. Ja, es hat mich auch immer gestört, dass man nur mit 8 Parteien gleichzeitig vergleichen konnte, aber das so auf die Spitze zu treiben. Ich bin gespannt, ob es Volt nutzt. Einen Schaden wird man bei einer so kleinen Partei kaum messen können. Aber wenn sie ca. 2% holen, dann glaube ich schon, dass dieses aufmerksamkeitsfördernde Urteil mit dazu beigetragen hat.

    Dein Wal werde ich noch testen, beim Wahlomat lag bei mir mit gut 80% VOLT vorne, knapp dahinter die SPD und die Grünen, die CDU kam auf etwa 68%, die AfD auf 25%. Dazwischen lagen noch die FDP und die Linken.

    Aber inwiefern wurden sie da anders gewichtet? Diese Taste gab es definitiv.


    Ich hätte meine Eingangsfrage vielleicht eher anders stellen sollen: wer hat den Wahl-o-mat genutzt und was kam raus? ;)

    Abreißen ist ja auch unmöglich. Das weiß sogar die BI und will es darum stehen lassen. Kosten der Unterhaltung allein mehrere Mio Euro.


    Aber es geht den Leuten auch gar nicht um das Thema, da führt jemand im Hintergrund der BI einen Krieg gegen Bürgermeister und Politik. Und das ist niemand anderes als Fritz Dechert.

    Es geht aber auch vornehmlich um Lärmschutz und weniger um die Oberfläche, wenn ich es richtig im Kopf habe. Auf jeden Fall eine schlechte Planung, man hätte warten können, bis die A43 fertig ist.

    Ich bin dann wohl so ein Beispiel. Abitur gemacht, aber nicht studiert. Warum? Abschluss nicht gut genug für den NC, der darauf lag, was ich machen wollte. Dann gab es eben acht Wartesemester. Mein sehr kurzer Versuch, mittelalterliche Geschichte zu studieren, wurde schnell als Schwachsinn erkannt. ^^


    Dann bin ich, weil man ja nicht acht Semester einfach abwarten kann, nach vielen erfolglosen Bewerbungen in einem ganz anderen Bereich, in der Verwaltung gelandet. Und dann da geblieben. Wirklich bereut habe ich es nicht, aber manchmal frage ich mich schon, was wäre geworden, wenn ... aber hätte, wäre, wenn zählen eben nicht. Man muss aus dem, was man hat, das Beste machen. Offen stehen viele Wege.